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Blumenzauber von Prof. Klaus Fußmann in der Galerie Paul Sties

Tulpen, Mohn, Iris und Raps entfalten Ihre Pracht - ein unvergleichliches Leuchten  -  noch bis zum 05. November in der Galerie Paul Sties.

„Überhaupt sind die Farben der Blumen mit nichts zu vergleichen. Keine Tinte ist so blau wie der Rittersporn und kein Feuer so rot wie die Geranie.“– und doch ist es Klaus Fußmann in seinen Radierungen, Linolschnitten und Aquarellen gelungen, die Hingabe an den Augenblick und die reinste Sinnenfreude der Blüten einzufangen.

Der 1938 in Velbert / Rheinland geborene Künstler malt oft Motive aus seinem Garten in Schleswig-Holstein und ist fasziniert von der Blüte: „Blumen sind nur Schein, nur Schönheit, ohne Erfüllung. Ihr Glanz ist nur kurz. Schon wenn die Blüte aus der Knospe bricht, sind ihre Tage gezählt. Sie sind schnell verwelkt und ein kurzes Vergnügen. Aber sie werden auch dann noch blühen, wenn die Dialoge über die Kunst alle passé sind. Auch wenn das Wort „schön“ einmal restlos bei den schönen Künsten getilgt sein sollte, wird man sie (die Blumen) noch immer so empfinden, und das wird sich eben nicht ändern.“

Bereits von seinem 14 bis 16 Lebensjahr aquarellierte Klaus Fußmann. Er arbeitete während des Studiums an der Folkwang-Schule in Essen und an der Hochschule für Künste in Berlin u. a. in der Technik der Radierung und dem aufwändigen Farb-Linolschnitt. 1974 wurde er Professor an der Hochschule der Künste in Berlin.

Die Ausstellung wird ergänzt durch verschiedene Bildbände mit Arbeiten von Klaus Fußmann, der auch eigene Schriften zur Kunst veröffentlicht hat.

Abbildung:
Klaus Fußmann „Narzissen und Raps“ Linolschnitt, 1991, 42 x 57 cm